Informationen zu Hitzeschutzmaßnahmen
Informationen für Kommunen
Im Zuge der allgemeinen Klimaerwärmung wird es auch im Landkreis Donau-Ries zu einer weiteren Zunahme der Anzahl an Hitzetagen kommen. Hochrechnungen sagen für den Landkreis bis zum Jahr 2100 bis zu 34 zusätzliche Hitzetage voraus.
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben im Jahr 2023 beschlossen, dass die Erstellung von Hitzeaktionsplänen unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten für die einzelnen Landkreise und Kommunen erforderlich ist. Ziel eines Hitzeaktionsplanes ist einerseits die Sensibilisierung und Information insbesondere der gefährdeten Bevölkerungsgruppen über die gesundheitlichen Folgen von Hitze und angepasstes Risikoverhalten. Andererseits sollen Schutzmaßnahmen entweder bereits im Vorfeld oder beim Auftreten von Hitzewellen in Kraft treten, sodass die Hitzebelastung in Städten und Gemeinden gemindert und dadurch Krankheitsverläufe gemildert und Todesfälle verhindert werden können. Die Planung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen auf kommunaler Ebene ist daher besonders wichtig, auch im ländlichen Bereich.
Eine gute Übersicht über einen multifaktoriellen Ansatz der Kommunikation bietet folgender Leitfaden, der ursprünglich auf die Erreichbarkeit von Familien und Kinder zugeschnitten ist: BMG - Kommunikationsleitfaden "Kinder vor Hitze schützen"
Informationen für medizinische und Gemeinschaftseinrichtungen (KiTas, Schulen, Pflegeheime)
Insbesondere ältere und betreuungsbedürftige Menschen sind durch hohe Temperaturen gefährdet, gesundheitliche Probleme zu erleiden. Die körpereigene Temperaturregulierung und die Wahrnehmung der Hitze ist eingeschränkt, das Durstempfinden vermindert. Zudem können bestimmte Erkrankungen und Medikamente die Hitzeanfälligkeit erhöhen.
Bettlägerigkeit und Immobilität sind beispielsweise durch die Verwendung von Bettdecken und Lagerungsmitteln weitere Risikofaktoren für diese Menschen.
Neben Senioren und chronisch Kranken, die in Pflegeeinrichtungen versorgt werden, zählen auch durch Krankheiten geschwächte Menschen wie Patienten in den Krankenhäusern aber auch kleine Kinder zur Risikogruppe für Hitze.
Aber auch gesunde Kinder schwitzen weniger als Erwachsene und geben so weniger Wärme ab. Bei körperlichen Aktivitäten erzeugen sie überdies mehr Stoffwechselwärme als Erwachsene. Dies hat zur Folge, dass es dem kindlichen Körper bei extremer Hitze und großer Anstrengung oft nicht mehr gelingt, seine Temperatur genügend abzusenken, und es zu Hitzeerschöpfung oder sogar einem Hitzschlag kommen kann.
Weiterhin muss bedacht werden, dass die verantwortungsvollen und teilweise körperlich anstrengenden Tätigkeiten des Personals in diesen Einrichtungen unter Hitzebedingungen deutlich erschwert wird. Daher sind Hitzeschutzmaßnahmen für diese Einrichtungen unumgänglich.
Eine gute Basis bietet hier unsere Sammlung von Mustern an Hitzeschutzplänen, die nur noch an die jeweilige Einrichtung spezifisch angepasst werden müssen. Das Gesundheitsamt empfiehlt eine Integration des Hitzeschutzplans in den allgemeinen Hygieneplan.
Empfehlungen, Tipps und Muster-Hitzeschutzpläne für medizinische Einrichtungen
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Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin - Musterhitzeschutzplan für ambulante Praxen
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Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin - Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser
Schulungsangebot des LGL
Für pflegende Angehörige sowie für berufliche Pflegepersonen gibt es vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit online Schulungsangebote, welche Sie auf den Seiten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) finden.